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Mit diesem Logo und unter Domain "kiebitz-online.de" schilderte ich bis zum Juli 2017 Erlebnisse aus meiner 26 Jahre währenden Tätigkeit als Taxi-Fahrer in Solingen. Die ersten beiden Jahre fuhr ich nur Nachtschicht. Weil aber die Umsätze immer weniger kalkulierbar wurden, hatte ich mein Glück in der Tagschicht versucht - und ich habe es nie bereut!
Für den Tagschicht-Fahrer ist eine Neigung zum Helfer-Syndrom schon von Vorteil, denn vorwiegend fährt man ältere Personen, hauptsächlich Frauen, die dankbar die helfende Hand des Taxi-Fahrers nutzen. Die meisten Fahr-Aufträge bewegen sich zwischen den Wohnungen und den Arzt- und Therapie-Praxen. Mehr und mehr lernt man die Kundschaft und deren Gewohnheiten - und auch Besonderheiten - kennen und lernt sich auf diese Fahrgäste einzustellen.
Schon während der Nachtschichtzeit machten mir Fahrgäste oft den Vorschlag, meine Erfahrungen und Anekdoten in einem Buch zu veröffentlichen. In der ersten Zeit meiner Tagschicht-Erfahrung schätzte ich ein Buch über die Tagschicht auf eine Taschenbuch-Format und ein Buch über die Nachtschicht als einen dicken Wälzer ein.
Auf die zwei Jahre Nachtschicht folgen zehn Jahre Tagschicht für verschiedene Unternehmer der Taxi-Zentrale-Genossenschaft. Dann wechselte ich zu zu einem alteingesessenen Taxi-Unternehmen, daß schon 1954 gegründet wurde, viele Jahre bevor es die Taxi-Zentrale gab. Für viele Kunden, vorwiegend im Zentrum der Klingenstadt und den südlichen Stadtteilen, war dieses Unternehmen die Erste Adresse. Hier konnte ich die Kundschaft besser bedienen als in vielen Fällen der vorangegangenen Jahre. Dabei spielte die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Funkpersonal und der Firmenleitung eine wichtige Rolle. Alle standen auf der selben Lohnliste. Bald wurden für mich auch die Fahraufträge spezieller. Waren bei der Taxi-Zentrale "Verlang-Fahrten" nicht erlaubt, so war das an diesem neuen Arbeitsplatz nicht unüblich. Hier galt es nicht, Neid und Mißgunst zu vermeiden, sondern die Kunden möglichst zufrieden zu stellen. Und wenn die Kunden nach bestimmten Fahrerinnen und Fahrern fragen, kann das doch auch als Hinweis auf gute Arbeit gewertet werden. So entscheiden sich dann auch die Funkerinnen und Funker oder die Geschäftsleitung bei etwas anspruchsvollen Aufträgen für bestimmte Fahrer. Dabei spielt der aktuelle Standort des Fahrzeugs nur eine nachrangige Rolle. Zu den zwölf Jahren bei der Taxi-Zentrale summierten sich noch vierzehn weitere Jahre.
Ein noch zu schreibendes Buch würde inzwischen über das Taschenbuch-Format hinauswachsen. Zwischenzeitlich wurde ich aber mit den Möglichkeiten des Internet mehr und mehr vertraut. Hier fand ich die Möglichkeit, meine Erlebnisse niederzuschreiben und über das worldwide web einer beiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Aber viele Geschichten konnten einfach nicht veröffentlicht werden, denn sie wurden oft durch die gesellschaftliche oder öffentliche Stellung des Fahrgastes erst interessant. Auf eine gewisse "Schweigepflicht" wird der Berufsanfänger weder bei den Behörden noch bei dem Taxi-Unternehmer hingewiesen. Das kenne ich aus anderen beruflichen Erfahrungen aber ganz anders! Hier wird dieses Verhalten als selbstverständlich vorausgesetzt. So grenzt diese "Schweigeplicht" mich bei meinen Erzählungen schon stark ein. Nur in begrenztem Maß werde ich "aus der Schule plaudern". Hier wird auch niemand "in die Pfanne gehauen".
Nach meinem Ausscheiden aus dieser Tätigkeit, die mir wirklich - wenn auch nicht immer - Spaß gemacht hat, ist meine private Wetterstation und die dazugehörige Wetter-Web-Seite mein neuer "Arbeitsplatz" geworden. Ich versuche diese Arbeit ebenso gut zu machen wie meine Taxi-Fahrer-Tätigkeit.
Einen ganz großen Unterschied gibt es allerdings; als Taxi-Fahrer bekam ich vom Fahrgast sehr schnell eine Rückmeldung. Diese Feedback vermisse ich hier an meinem Schreibtisch sehr! Mein Bildschirm lächelt mich nicht an. Und wenn ich ein Problem habe, dann kann ich hier nur sehr selten einen Rat bekommen.
Ich schreibe und erzähle gerne, und wenn sie schon bis hierher durchgehalten haben, dann scheint ihr Interesse noch vorhanden zu sein. Lassen sie sich von meinen Erzählungen gut unterhalten.
Wenn sie Anmerkungen machen möchten, dann schreiben sie an kiebitz-online@t-online.de Ich würde mich über ihre Rückmeldung freuen. Vielleicht grabe ich dann auch noch weiter Geschichten aus, die bisher nie veröffentlicht wurden.
Das Grundgerüst dieser Fewo-Seite wurde von einem Profi erstellt. Ich versuche dieses Gerüst jetzt für meinen Zweck zu nutzen.
Die Suchfunktion ihres Browsers, die bei Firefox unter "Bearbeiten" zu finden ist, könnte für sie zum Auffinden bestimmter Themen hilfreich sein."SUCHEN" könnten sie zum Beispiel nach den folgenden Berichten:
Frühes Vorbild  ✧  Taxifahrer auf Platz Eins  ✧   Reden ist Silber - Schweigen ist Gold  ✧ Taxi-Fahrer oft unterbewertet  ✧   Verantwortung  ✧  Taxifahrer - Glied in der Gesundheitskette  ✧  Von einer Minderheit zur Mehrheit  ✧  Besorgungsfahrt  ✧  Kurskorrektur  ✧  Schnappatmung  ✧  Im Westen geht die Sonne unter  ✧  Meine Weihnachtsgeschichte  ✧  Meine längste Dienstreise  ✧  Hindokusch und Cumulus  ✧  Freche und unverschämte Fahrgäste  ✧  der Mann, der zum Innenmisterium wollte  ✧  Ende unserer Dienstfahrten  ✧  Sekundenschlaf  ✧  Blitzmarathon  ✧  Mit dem Taxi nach Amsterdam  ✧  

Frühes Vorbild

Im Jahr 1958 verbrachten wir unsere Sommerferien in Pfronten im Allgäu. Unser Vater hatte damals noch keinen Führerschein. Und damals galt, wenn der Vater schon keinen Führerschein besitzt, dann hat die Mutter erst recht keinen Führerschein. Folglich war unser Beförderungsmittel der öffentliche Personen-Nahverkehr, bei dem unser Vater als Bus-Schaffner alleine den kargen Lebensunterhalt für die fünfköpfige Familie mit drei Kindern, fünf, elf und dreizehn Jahre alt, verdiente. Aber das bedeutete nicht, dass wir die Sommerferien im Schrebergarten hätten verleben müssen. Als Mitarbeiter der Solinger Verkehrsbetriebe entdeckte unser Vater die Möglichkeit, mit dem Sozialwerk der Stadtwerke Solingen bis in die Nähe von Nesselwang im Allgäu mitfahren zu können. Das Sozialwerk der Stadt Solingen hatte dort einen Vertrag mit einer großen Pension, wo die Mitarbeiter mit ihren Familien gemeinsam untergebracht waren. Wir aber fuhren weiter mit einem Taxi zum etwa zehn Kilometer entfernten Pfronten. Erst im Dunkeln kamen wir dort am Campingplatz an. Das ganze umfangreiche Reisegepäck inklusive der schweren Campingausrüstung hatte unser Vater mit einer Spedition zum Campingplatz transportieren lassen. Unser Taxifahrer zeigte sich damals ausgesprochen hilfsbereit. Das Scheinwerferlicht seines Fahrzeugs spendete uns das Licht, damit wir in der Dunkelheit unser Zelt aufbauen konnten und damit ein Dach über dem Kopf hatten. Diese Hilfe war damals reine Mitmenschlichkeit und keine Geschäftstüchtigkeit, denn diese Zeit zu bezahlen, wäre für unsere Eltern auch viel zu teuer gewesen. Diese Hilfsbereitschaft hatte mich damals als Elfjährigen schon sehr beeindruckt. Vielleicht hat sie mit dazu beigetragen, mich für diesen Beruf zu begeistern .

Taxifahrer auf Platz Eins

In der ersten von vier Taxen wartet am Klinikum ein Taxifahrer auf Fahraufträge. Plötzlich nähert sich aus der Entfernung von fünfzig Metern, im Rückspiegel erkennbar, ein älteres Paar. Während der ältere Herr ohne Handgepäck zu dem Auto geht, trägt die Frau die Reisetasche. Ein routinierter Taxifahrer erfaßt die Situation schnell und erkennt, daß der Mann wohl soeben nach einem Klinikaufenthalt entlassen wurde und noch nicht belastet werden soll. Plötzlich, als das Paar die Fahrzeugtüren ergreift, springt der Fahrer aus dem Auto und öffnet die beiden rechten Türen. Aber jetzt beweist sich doch schnell die Fitness des jüngeren Taxifahrers - noch ehe die Fahrgäste die Plätze eingenommen und ihre Türen geschlossen haben, eilt der Fahrer schnellen Schrittes zur Fahrertüre und sitzt noch vor den Fahrgästen auf seinem Platz. Dieser Schnelligkeit sind die beiden Fahrgäste deutlich sichtbar unterlegen. Nun startet der Fahrer sein Fahrzeug, doch was passiert da?! Nach fünfzig Metern stoppt der Fahrer sein Fahrzeug auf der Straße. Er steigt aus und schließt die hintere rechte Türe, die die Frau nicht richtig geschlossen hat. Somit hat dieser schnelle Taxifahrer "leider" seinen ersten Platz wieder abgeben müssen.
Aber eine Taxi-Fahrt darf nicht mit einem Autorennen verwechselt werden. In diesem Fall hatte sich der Fahrer selbst disqulifiziert.

Reden ist Silber - Schweigen ist Gold

Wie oft habe ich schon zu den Fahrgästen gesagt: "Wenn ich ein Buch schreiben würde, dann würde das Buch über die Nachtschicht ein dicker Wälzer, wogegen das Buch über die Tagschicht lediglich Taschenbuchformat haben wird." Allerdings haben sich in den zweiundzwanzig Jahren Tagschicht so viele Geschichten angesammelt, daß auch hier ein dickes Buch entstehen könnte. Viele Geschichten haben sich angesammelt, allerdings eignen sich viele Erlebnisse nicht, im Internet veröffentlicht zu werden. Sorgfältig muß über legt und bedacht werden, welche Interessen bei der Veröffentlihchung berührt oder gar verletzt werden könnten. Das Gespräch im Taxi zwischen dem Fahrgast und dem Fahrer oder auch ausschließlich zwischen den Fahrgästen muß selbstverständlich geschützt bleiben. Es ist erstaunlich, zu welcher Vertraulichkeit es zwischen Fahrgast und Taxifahrer in kurzer Zeit kommen kann! Ich kann nicht beurteilen, ob ich mehr Vertrauen aufbauen kann als andere Kollegen. Sicher wird es Unterschiede geben.

An dieser Stelle fällt mir eine Geschichte ein, die sich noch zu Zeiten meiner Nachtschicht-Ära, also vor mehr als zweiundzwanzig Jahren ereignete.
Am Abend mußte ich in Solingen-Ohligs einen Mann von (vermutlich) seiner Wohnung abholen. Er wollte nach Immigrath, einem etwa 7 Km entfernten Stadtteil von Langenfeld. Sehr schnell gab es Stress, denn er bevorzugte schon seit vierzig Jahren einen anderen Weg nach Richrath. Bald erfuhr ich, daß ihn am Vorabend nach dreiundzwanzig Ehejahren die Frau verlassen hatte. Mir gelang es, das Gespräch so zu entwickeln, daß der anfängliche Stress aufgelöst werden konnte. In einer Gaststätte in Immigrath hoffte er seinen Schwiegervater zu treffen. Mich bat er, mit laufendem Taxameter vor der Gaststätte zu warten, denn möglicherweise würde die Fahrt noch weiter gehen. Nach einiger Zeit kam er heraus, er hatte zwar nicht seinen Schwiegervater getroffen, wohl aber eine Bekannte. Er lud mich noch zu einem Getränk in die Gaststätte ein, entschloss sich aber dann, die Fahrt zu bezahlen, denn es würde doch noch länger dauern. "Schade, ich wär` noch gerne mit Ihnen weitergefahren", mit diesen Worten und mit Handschlag sowie einem guten Trinkgeld verabschiedete er mich. Ich finde es beeindruckend, welch eine atmosphärische Veränderung während dieser relativ kurzen Fahrt möglich war.

Und da war noch vor wenigen Wochen der französiche Geschäftsreisende, den ich von einem Hotel am Stadtrand abholte und zu einem Klingenhersteller in der Innenstadt brachte. Es dauerte nicht lange bis wir über seine Probleme sprachen, die er jetzt mit seiner inzwischen von ihm geschiedenen Ehefrau und den beiden jugendlichen Kindern hat. Ich war sehr erstaunt, daß in der Kürze der Fahrt ein solches Gespräch zwischen Männern entstehen konnte, denn Männer sind da eher zurückhaltend. Ich denke, das Problem war für Ihn sehr belastend, denn er suchte nach meiner Einschätzung nach Gesprächsmöglichlkeiten und Antworten. Dann wird mir die Verantwortung bewußt, die ich in dem Moment habe. Hier sind wohlüberlegte Äußerungen und Antworten gefordert. Er wäre gerne von mir am Nachmittag zum Flughafen gebracht worden, konnte aber im Moment noch keinen Termin nennen. Leider habe ich ihn nicht mehr gesehen.
Zu einem spätern Zeitpunkt, der sicher einige Monate später war, hatte ich erneut das Vergnügen ihn zu fahren. Diesmal ging es aber zum Flughafen nach Düsseldorf. Diese etwas längere Fahrt bot mehr Möglichkeit miteinander zu reden. Fast am Flughafen angekommen, sagte er im Hinblick auf meine Anekdoten: "Sie sollten ein Buch schreiben!" Darauf antwortete ich: "Schauen Sie mal ins Internet unter kiebitz-online.de. Dort finden sie auch einen französischen Geschäftsmann erwähnt!" Erstaunt fragte er: "Bin ich das?" Das bestätigte ich ihm mit einem Lächeln und er schien sich auch gefreut zu haben, denn am Flughafen verabschiedete er sich mit den Worten "Ich bin der Mario!"


Taxi-Fahrer oft unterbewertet

Im Allgemeinen wird die Tätigkeit des Taxi-Fahrers oft nur gering eingeschätzt. Daran ist allerdings eine Vielzahl von Taxi-Fahrern nicht ganz unschuldig. Entscheidend ist doch immer, wie ich meine Arbeit gestalte. Gute Umgangsformen und Gesprächsfähigkeit sind da sehr hilfreich. Das Zuhören können ist wichtiger als selbst zu reden.

Noch bevor ich 1985 diese Tätigkeit aufnahm, hatte ich ein “Berufsbild” in meinem Kopf. Auch viele Gegenentwürfe aus der Praxis haben mich nicht von diesem Bild abgebracht.

Verantwortung

Als Taxi-Fahrer habe ich eine große Verantwortung. Ich bin verantwortlich für meine Fahrgäste, damit sie unbeschadet an ihrem Ziel ankommen. Oft habe ich mir vor Augen geführt, was ich dem Kind und seinen Eltern antun würde, wenn ich an diesem Kind einen körperlichen oder/und seelischen Schaden verursachen würde. Welche Zukunftshoffnungen ruhen in und auf diesem Kind!

Bei mehreren Fahrgästen erhöht sich folglich diese Verantwortung. Ausserdem bin ich natürlich auch für die anderen Menschen verantwortlich, denen ich mit dem von mir geführten Fahrzeug Schaden zufüge.

Taxifahrer - Glied in der Gesundheitskette

Wohl kaum jemand würde in der Reihe der Dienste wie Krankenhäuser, Arztpraxen und den verschieden ambulanten Therapie-Praxen an die Taxi-Fahrer denken. Wie kämen viele Patienten zu ihren Ärzten und den diversen Behandlungen, wenn es da nicht die Taxi-Unternehmen gäbe.
Es liegt dann an mir als Taxi-Fahrer, wie ich diese Arbeit ausführe. Mit meiner Arbeit habe ich mich nie als das letzte Glied in der Kette definiert.
Leider haben das viele Mitarbeiter in den Praxen nur unzureichend erkannt. Wir bringen ihnen deren Patienten/Kunden in deren Praxis und holen sie im Bedarfsfall auch aus deren Wartezimmern ab.
Viele Fahrgäste, meist weiblich, haben schon mit großer Zufriedenheit gesagt: ”Wie gut, dass es Euch gibt”
Ich antwortete darauf meist: Es ist auch gut, dass es die Fahrgäste gibt, wo wären wir ohne die Fahrgäste!”
Viele Taxi-Fahrer begreifen nicht, dass sie immer im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen. Insbesondere dann, wenn der Taxi-Fahrer seine Fahrgäste aufnimmt oder ihnen aus dem Auto hilft, wird er von der Öffentlichkeit beachtet. Er ist immer Vorbild. Ob er ein gutes oder schlechtes Vorbild abgibt, das liegt allein in seiner Hand. Auch für den kleinen Schüler stellt er ein Vorbild dar. Ich selbst habe als Kind solche Vorbilder gehabt.
Von einem Studenten, der als Aushilfs-Taxifahrer sein Einkommen aufbesserte, hörte ich den überheblichen Ausspruch: “als Taxi-Fahrer brauchst du keine Intelligenz”.
Er hatte offenbar seine Intelligenz zu Hause gelassen, sonst wäre er nicht zu einer solchen Erkenntnis gekommen.
Noch vieles könnte ich zu diesem Thema schreiben, aber zunächst will ich es bei diesen Gedanken belassen. Sicher kommen da von mir noch Ergänzungen dazu.

Von einer Minderheit zur Mehrheit

Nach mehr als sechsundzwanzig Jahren ging ich mit Wirkung zum 1. November 2011 sieben Monate früher in den vorzeitigen Ruhestand. Zählte ich in den vergangenen Jahren noch zu der Minderheit der Altersgruppe, die mit mehr als 62 Jahren noch Arbeit hatte, so wechselte ich am 1. November zu der Mehrheit der Rentner. Mehr als die Hälfte meines Arbeitlebens war ich als Taxifahrer tätig, und ich war gerne Taxifahrer.

Die letzten Wochen hatte ich schon genutzt, mich von zahlreichen Kunden zu verabschieden. Es war mir natürlich nicht unangenehm, das Bedauern über mein Ausscheiden zu erleben, aber man freute sich aber auch mit mir auf meinen Ruhestand. Ich schied nicht ohne Wehmut aus dieser Tätigkeit aus. Dafür hat mir die Arbeit mit vielen Kunden zu viel Freude gemacht. Um mich abzunabeln, muss ich mich jetzt auch mehr an die Schattenseiten dieser Tätigkeit erinnern.


Ich werde es genießen, in Zukunft Herr meiner eigenen Zeit zu sein. Sicher fehlen werden mir die vielen Kontakte zu den vielen unterschiedlichen Menschen. Oft habe ich darüber nachgedacht, wie ich diese fehlenden Kontakte kompensieren kann. Diese Antwort ist auch noch offen. In der Zukunft möchte ich mehr Zeit für die Fotografie haben, möchte die unterschiedlichen Lichtstimmungen der verschiedenen Tageszeiten und Wetterverhältnisse nutzen können ohne diese nur durch die Frontscheibe der Taxe in meinem Kopf abspeichern zu können.




So wie ich in der Vergangenheit intelligente Gesprächsinhalte genossen habe, so möchte ich jetzt auch an Veranstaltungen teilnehmen, die zu arbeitnehmerfeindlichen Terminen stattfinden. Ausschusssitzungen der Kommunalpolitik oder Veranstaltungen der Volkshochschule aber auch Gerichtsverhandlungen bieten interessante Erlebnis- und Erfahrungsbereiche. Vermutlich ergeben sich daraus auch intelligente Kontakte. Was ich zurzeit nicht möchte, das ist, mich mit Versprechen zeitlich zu verpflichten.

Ich zählte nicht zu den Arbeitnehmern, die jahrelang sehnsüchtig auf die Rente warten. Jedoch mit zunehmendem Alter setzte sich auch bei mir die Erkenntnis durch, dass Zeit immer kostbarer wird. Der frühe Tod von Kollegen und Fahrgästen bleibt nicht ohne Spuren und bringt mich zu dem Entschluss, die letzten sieben Monate bis zum Erreichen der „Regelarbeitszeit“ nicht mehr abzuwarten und lieber den geringen Rentenabschlag in Kauf zu nehmen und dafür den dicken Schlussstrich zu ziehen.

Funkerinnen bei der Ablösung

„Besorgungsfahrt“

Der Taxifahrer wird zu einer Adresse gerufen, die uns schon seit vielen Jahren bekannt ist und sich unangenehm ins Gedächtnis geprägt hat. Denn der Anrufer wird nicht mitfahren sondern wir müssen in das Haus zu seiner Wohnung in der zweiten Etage wo die Wohnungstüre geöffnet ist. Schon im Hausflur schlägt uns ein Mief von altem Zigarettenqualm entgegen. Dort wird der Gestank dann noch penetranter. Früher saß er zusammen mit seiner Frau am Tisch bei laufendem Fernsehgerät. Diese Frau teilte seine Leidenschaft. Heute leistet eine Nachbarin ihm dabei Gesellschaft. Wie gewohnt, bekommt der Taxifahrer dann eine kleine Liste von Dingen, die er besorgen soll. An einem Getränkemarkt oder einer Tankstelle sollen wir dann Hochprozentiges, Bier und Zigaretten einkaufen. Oft kommt es auch vor, dass wir von dem Kunden die Scheckkarte und auch einen Zettel mit der Geheimnummer bekommen, damit wir vor dem Einkauf noch Geld bei der Sparkasse abholen. Seit Jahren staunen wir immer wieder über seine robuste Natur, seine Frau war nicht so robust. Er liefert den Beweis, dass Alkohol auch konserviert.



Kurskorrektur

Ich wurde zu einer Adresse in einer Genossenschaftssiedlung geschickt, wo ich einen mir noch unbekannten Herrn abholen sollte. Unter dem Namen stand als Zusatz: „Pastor“. Hier schien der Wohnungsinhaber wohl ein Pastor zu sein. Bald kamen zwei alte Herren aus dem Haus und stiegen in meinen Wagen ein. Auf meine Frage an den vermeintlichen Wohnungsinhaber, ob er Pastor sei, erklärten beide Herren sich als Pastore. Sehr schnell klagte einer der Herren über das „schlechte Wetter“. Ich aber verwies auf den blauen Flecken an dem ansonsten bedeckten Himmel und sagte: Wir sollten uns doch lieber nicht von dem grauen Himmel den Tag vermiesen lassen sondern uns an den blauen Flecken am Himmel erfreuen. Das ist meine Devise!“ Mit einem freundlichen Lächeln quittierten sie diese Kurskorrektur. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich diese Devise merken wollten.

Schnappatmung

Die Funkerin schickte mich zu einem Nebeneingang des Solinger Rathauses, wo an dem Ausgang mit der Behinderten-Rampe ich meinen Fahrgast erwarten sollte.
Nahe bei der Rampe stellte ich das Fahrzeug ab, ging über die Rampe hinauf zu der sich automatisch öffnenden, breiten Glastüre.
Einzige Personen in dem großen Vorraum war ein jüngerer Mann, der als Bediensteter des Rathauses, eine ältere Frau mit Rolator (Gehwagen für hilfsbedürftige Menschen) zu diesem Ausgang führte.
Der große Abstand, den der junge Mann zu dieser Frau einhielt, passte zu meinem Eindruck, den ich an der Türschwelle bekam.
Ein ekelhafter Gestank nach altem Zigarettenqualm umgab diese Frau. Aus mindestens fünf Metern Entfernung schlug mir dieser Gestank entgegen. Nahe bei dieser Frau begleitete ich sie die Rampe hinunter und half in gewohnter Weise beim Einsteigen.
Sie nannte ihr Fahrtziel, das Fahrtziel konnte nach meiner Wahrnehmung gar nicht zu nahe sein.
Im Auto öffnete ich das Fenster für einen Spalt, damit ich auf diese Weise etwas Frischluft abbekam. Fahrgäste mit diesem Flair dürfen sich nicht wundern, wenn viele Menschen in ihrer Umgebung auf Abstand gehen, und dass der Taxi-Fahrer nicht mit ihnen spricht.
Da ist man nur noch froh, den Auftrag hoffentlich bald hinter sich zu haben. Anschliessend öffnet man alle Fenster, um diesen Gestank loszuwerden. Leider ist es auch so, dass man diesen Gestank auch noch in seiner eigenen Kleidung vermutet. Auch in der Nase bleibt der Gestank noch lange erhalten.

Im Westen geht die Sonne unter



so ähnlich waren meine Eindrücke am Abend bei Witzhelden"

An einem Freitagnachmittag wurde ein Kollege per Funk zu einer Kneipe in der Innenstadt geschickt. Diese Kneipe zählte nicht gerade zu den Wunschadressen der Taxifahrer. Die Funkerin fügte dem Auftrag die Bemerkung an: "Da musst Du mal gucken, was mit dem Fahrgast los ist." So eine Bemerkung verspricht nichts Gutes, denn da hatte die Wirtin schon eine warnende Anmerkung gemacht. Der Kollege, der den Auftrag bekam, sprühte am Funk wieder mal nicht vor Begeisterung. Ich stand ungefähr zweihundert Meter entfernt vor der Ampel und bot mic h an: "Ich stehe hier an der Ampel, soll ich `mal gucken?" Man spürte die Erleichterung bei dem weiter entfernten Kollegen, der an einem Taxiplatz stand, denn vor der Gaststätte war ein absolutes Halteverbot. Ich betrat das Lokal. Der Fahrgast war gerade noch auf der Toilette. Ich ging zum Auto, das mit zwei Rädern auf dem Gehweg stand. Neben der Beifahrertüre wartete ich dann auf den Fahrgast, dem ich dann bald von aussen die Türe öffnete. Mit dieser Vorgehensweise vermeide ich Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern und der Polizei, und ich schaffe eine entspanntere Atmosphere zum Fahrgast. Dem Fahrgast folgte sofort die Wirtin und reichte eine leere Tragetasche, damit sich der Fahrgast darauf setzen könne. Murrend setzte der Mann sich auf die Tragetasche. Etwas schwer verständlich meinte er, daß er die Hose nicht naß hätte. Dann nannte er sein Fahrtziel Witzhelden. Außer dem Geruch von Bier störten keine anderen Gerüche.

Ich freute mich über dieses ca. 10 Kilometer entfernte Ziel mit der Fahrt durchs Grüne.Den Fahrgast konnte ich problemlos bei Laune halten. Alles hatte reibungslos geklappt, mit solch einer Tour rechnet man bei diesem Lokal eher nicht. Kurz vor dem Ziel im Höhendorf Witzhelden sah ich dann noch an diesem frühen Herbstabend einen wunderschönen, glühendroten Sonnenuntergang im Westen über der Rheinebene, deshalb machte ich beim Rückweg noch einen kleinen Umweg. Gerne hätte ich da die Kamera dabei gehabt.
Die Mobiltelephone boten noch nicht so gute Kameras wie heute!

Meine Weihnachtsgeschichte

Voreinigen Jahren, als ich an einem 24. Dezember bis zum frühen Nachmittag fahren mußte, wurde ich zum Entenpfuhl geschickt, wo ich von einem älteren Mann mit zwei Tragetaschen erwartet wurde. Der in schlichter Garderobe gekleidete ältere Mann nannte als Fahrziel Meinerzhagen. Ich versuchte, meine Freude über die etwa sechzig Kilometer lange Tour ins Grüne an den Rand des Sauerlandes nicht alllzu deutlich zu zeigen. Die Strecke dorthin war mir sehr gut bekannt, zählt sie doch zu meinen beliebten Zielgebieten in meiner Freizeit. Es entwickelte sich keine rege Unterhaltung. Noch vor dem Erreichen des Städtchens Meinerzhagen sollte ich in der Nähe eines einzelnen Hauses anhalten. Mit einer der beiden Tragetaschen an der Hand ging er zu dem Haus. Ich hatte die Haustüre im Blick. Ein kräftig gebauter junger Mann von etwa dreissig Jahren öffnete die Türe. Aber anstatt dass mein Fahrgast nun ins Haus gebeten würde, entfernten sich beide einige Meter von der Haustüre, wo mein Fahrgast dann die Tragetasche übergab und man sich bald zwar mit Handschlag, aber ohne Herzlichkeit voneinander verabschiedete. Ausser den Hinweisen zum letzten Ziel verlief der Rest der Fahrt wortlos. Aus den Augenwinkeln heraus sah ich, dass mein Fahrgast sich verstohlen die Augen rieb. Nachdem wir uns am Ende der Fahrt vor einem kleinen Siedlungshaus am Hang der Sauerländische/pn Berge ein frohes Weihnachtsfest gewünscht hatten, fuhr ich dann in Richtung Solingen zurück. Ich genoß die Ruhe auf den Straßen und war in Gedanken noch bei meinem letzten Fahrgast.

Herr Z. und zwei befreundete Damen - Frau Z. ist inzwischen verstorben.
Er lebte am Aufnahme-Tag im Altenheim und ist zwischenzeitlich auch verstorben. Im Hintergrund der Taxi-Fahrer und Autor

Meine längste Dienstreise

Von einer spektakulären Fahrt muß ich unbedingt erzählen. Allerdings habe ich diese Fahrt nicht mit einem Taxi sondern mit einem unserer Mietwagen, einem silbergrauen Mercedes-Kombi gemacht.

Die Kundschaft unseres Unternehmens besteht zu einem großen Anteil aus Stammkunden. Da kann es also durchaus vorkommen, daß diese unsere Dienste auch zu Ausflugsfahrten in Anspruch nehmen. So möchte ich hier von einem kinderlosen Rentner-Ehepaar erzählen, die selbst kein Auto besaßen und gerne mit uns zu einem Kurzurlaub in ein Hotel an eine fünfzig Kilometer entfernte Talsperre im Oberbergischen Kreis fuhren. Oft äußern solche Kunden auch spezielle Wünsche hinsichtlich der Fahrerin oder des Fahrers. Diesen Wünschen wird dann nach Möglichkeit auch Rechnung getragen. So hatte ich mehrfach das Vergnügen, dieses Ehepaar zu diesem Hotel z u fahren. Da dieses Ehepaar, besonders bedingt durch eine schwere Gehbehinderung der Frau, keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen konnte und sich auch nicht zu den Einkommensschwachen zählen mußte, fuhr die Familie Z. auch recht häufig mit uns. So entwickelte sich auch ein sehr persönliches Verhältnis zwischen diesen Fahrgästen und den Fahrern. So kam es dann auch dazu, daß die Familie Z. mich fragte, ob ich sie in ein paar Monaten, im August, nach Oberammergau fahren würde. Für solch eine spektakuläre Fahrt und das noch mit sehr angenehmen Fahrgästen brauchte ich nicht lange zu überlegen. Dazu war ich gerne bereit!

Ich erfuhr, daß die Familie Z. schon vor geraumer Zeit Festspielkarten bestellt hatte und diese Aufführung nun im August stattfinden würde. Außer de Famile Z. würde dann noch eine weitere alte Dame, eine gute Bekannte, die in einer Erkrather Senioren-Residenz ihren Lebensabend verbringt, mitfahren.
Um 9 Uhr waren wir in Erkrath endlich startklar. Eine erste Pause wurde auf der Raststätter bei Siegen gemacht. Bei diesen drei Fahrgästen im Auto und dem Reisegepäck war auf der Autobahn volle Konzentration erforderlich. Mit hoher Geschwindigkeit fuhr ich über die A7 in Richtung Oberbayern. Die Mittagspause sollte auf der Raststätte Ellwangen gemacht werden. "Pause" war das aber für mich als Fahrer nicht! Natürlich begleitet man als Fahrer die drei alten Herrschaften. In dieser Raststätte war Selbstbedienung. Also versorgt man dann auch die drei Senioren, die zum Teil auch Gehbehinderungen hatten. Während meine Fahrgäste sich mit Kartoffelsalat mit Würstchen begnügten, stellte ich mir einen Salatteller zusammmen. Als Fahrer wollte ich auf eine gut verträgliche Mahlzeit achten. Zudem war ich damals sportich ziemlich aktiv und achtete auch aus diesem Grund auf meine Ernährung. Das Ziel war am Nachmittag schon in greifbarer Nähe. Leider wollten meine zahlenden Fahrgäste in Schongau im Voralpenland noch zum Nachmittag Kaffee und Kuchen genießen. So waren wir dann gegen ca. 17 Uhr in Oberammergau eingetroffen, wo ich dann das Gepäck in deren Pension brachte und mich von den Festival-Besuchern verabschiedete. Nur für einen Tag mit zwei Übernachtung würden die drei Personen zu den alle zehn Jahre stattfindenden Passionspielen dort bleiben. Befreit fuhr ich dann zum sechs Kilometer nördlich gelegenen Bad Kohlgrub .

Bald fand ich meine Pension und auch den Schlüssel, den man für den Fall der voraussichtlichen Abwesenheit des Vermieters versteckt hinterlegt hatte. Das Einzelzimmer war klein aber vorbildlich. Schnell hatte ic h mein Gepäck eingeräumt und meine Laufbekleidung angezogen. Sofort startete ich zu einem Lauf, vorbei an den Moorgruben des Moorbades Bad Kohlgrub und durch die Hügel des Voralpenlandes. Das Laufen sollte mir helfen, die Verspannungen der langen Fahrt und des anstrendenden Tages loszuwerden. Auch wenn ich gerne Auto fahre, bleibt doch das konzentrierte Fahren und die Konversation mit den Fahrgästen, die nicht alle so unkompliziert waren, wiedie Familie Z., eine Anstrengung. Während die Familie Z. im Fahrzeug hinten saß, hatte ich die sehr dominierende alte Dame aus der Seniorenresidenz, eine ehemalige selbständige Handelsvertreterin, zu meiner Rechten sitzen.

Der Lauf, geschätzte gute halbe Stunde, und die anschließende Dusche hatten mir dann sehr gut getan. Ich recherchierte, inwieweit die umliegenden Bäder mir bei meinem Kurzaufenthalt nützlich sein konnten. Aber ein einmaliges Moorbad ist nicht hilfreich und das konnte ich mir ersparen. In einem kleinen Restaurant in der Nähe genoß ich am Abend köstliche Bärlauchspätzle. Als Reiselektüre genoß ich Joschka Fischer`s "Mein langer Lauf zu mir selbst". Am nächsten Morgen um halb sieben schlich ich mich wieder aus dem Haus und lief wieder vorbei an Moorgruben, kleinen Wäldern und Bauernhöfen, durch die buckeligen Voralpenhügel, wurde dabei mitunter von Rehen argwöhnisch beobachtet.

Nach der Dusche ließ ich mir ein ausgiebiges Frühstück vom üppig bereitgestellten Büffet schmecken. Noch vor dem Frühstück hatte ich im Nachbargebäude einen Termin um elf Uhr zur Massage vereinbart. Die beiden Gebäude waren durch einen "Bademantelgang" miteinander verbunden. Ohne Zeitdruck konnte ich diesem Termin entgegensehen. Die Masseurin arbeitete wie im Akkord. Möglicherweise hatte man meinen Termin noch dazwischen geschoben. Anschließend zog ich mich in meinem Zimmer um und startete zu einer Wanderung durch das Murnauer Moos. Bei zügigem Tempo erreichte ich nach drei Stunden den Bahnhof in Murnau. Bald fuhr ein Zug zurück nach Bad Kohlgrub .

Wieder in meinem Zimmer angekommen, packte ich Bademantel und Badetücher in meine Tasche und ging zu einer Hotelsauna, die ich zu Fuß erreichen konnte. Nach ein paar Stunden in dieser edlen Hotelsauna hatte ich die Gewißheit, diesen Ruhetag im Interesse meiner Entspannung optimal genutzt zu haben. Leider gab es an diesem Montagabend keine Bärlauchspätzle, weil das Restaurant geschlossen hatte. Aber die "Pfeffermühle" zeigte sich als sehr empfehlenswerte Alternative mit gesunder Küche .

Am nächsten Morgen holte ich meine drei Fahrgäste in Oberammergau wieder ab. Als ich das Gepäck aus einem der Quartiere abholte, war ich mir sicher, daß ich die bessere Wahl getroffen hatte.

Hindokusch und Cumulus

Am Freitag erlebte ich wieder einen tollen Nachmittag. Alle meine „Fahrgäst(innen)“ waren sympathisch bis sehr sympathisch, wobei ich nur eine mir nur unbekannte ältere Frau kennenlernte. Diesen Auftrag erhielt ich nicht über Funk sondern die Kundin stieg am Halteplatz Klinikum ein.
Es war erstaunlich, welches Themenspektrum während dieser 6-Euro-Fahrt von ihr alles angesprochen wurde. Angefangen von der akuten Krankheit ihres Mannes, über die zurückliegende Krankheit und den ihn behandelnden Professor, ging es weiter zu den Krankenkassen, die ja heute nichts mehr bezahlen und natürlich dieser ehemalige Gesundheitsminister, dieser junge Schnösel, und wieso hat die „schwarz-gelbe-Regierung“ eigentlich die Mehrheit bekommen. Angeblich hat sie doch niemand gewählt. Ich hab`sie nicht gewählt. In Afghanistan wird unser Geld verpulvert, von Wegen „unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt!
Und das waren bestimmt noch nicht alle Themen. Sie werden aber staunen, ich selbst kam aber auch noch zu Wort! Ihr nach dem Mund zu reden, das ist ohnehin nicht mein Ding. Mit einigen Anmerkungen schränkte ich schnell ihre ins Undifferenzierte abgleitenden Äußerungen ein.
So erinnerte ich sie daran, dass der Ausspruch „die Freiheit Deutschlands wird am Hindukusch verteidigt...“ von einem sozialdemokratischen Verteidigungsminister stammte. Die Kundin selbst bekannte sich selbst und ihre Eltern als alte Sozialdemokraten.
Diese Unterhaltung war kein Streitgespräch. Ich selbst habe auch meine politische Position nicht offenbart. Am Ende der Fahrt bedankte sie sich für die schöne und interessante Fahrt und mit den Worten: „auch dass sie mir den Kopf zurecht gestoßen haben“.
Soeben fällt mir noch eine weitere Kundin ein, die ich zuvor zum Klinikum gebrachte. Diese Frau kannte ich auch nicht. Auch diese Fahrt mit ihr, die wegen eines Sturzes zur Notfall-Ambulanz musste, war nur kurz aber sehr angenehm.
Aber alle anderen Kundinnen des Nachmittags waren mir bestens bekannt und auf meiner „Favoriten-Liste“. Einige dieser Damen fuhr ich sogar am selben Nachmittag zwei Mal.
Zwei dieser Favoritinnen überraschte ich an der Haustüre mit meinem iPhone. Für meine Erinnerungen wagte ich ein Überraschungsfoto. Natürlich bot ich an, wenn sie es wünschen, dann würde ich das Foto sofort wieder löschen. Das wurde aber nicht verlangt. Ich sagte zu den beiden Damen: „Wenn ich mal dement bin, dann schaue ich mir diese Bilder an, aber dann habe ich das Passwort vergessen!“
Und zwischendurch bestaunte ich immerwieder den eindrucksvollen Wolkenhimmel mit seinen vielen unterschiedlichen, teilweise auch hoch aufragenden Cumoluswolken. Da ich an diesem Nachmittag meist im Raum Solingen-Gräfrath, der etwas ländlich geprägt ist, unterwegs war, habe ich dann auch die Gelegenheit wahrnehmen können, mit meinem iPhone auf die Schnelle ein paar Fotos von diesem tollen Himmel zu machen.
am 1. Juli 2011 um 18 Uhr von der Oberen Holz-Strasse in südöstliche Richtung


Freche und unverschämte Fahrgäste

Oft wird von frechem und unverschämtem Verhalten von Taxi-Fahreren berichtet. Sowohl im Taxi wie auch in den Medien wird sich gerne darüber beklagt. Viele Klagen sind sicher auch berechtigt. Meistens sind diese Berichte aber auch nicht objektiv, weil häufig keine Zeugen zur Verfügung stehen. Aber wann hört man in der Öffentlichkeit Berichte über freches und unverschämtes Verhalten von Fahrgästen? In der Vergangenheit hatte der Taxifahrer nicht den Einfluß auf die Medien, um seine Meinung zu verbreiten. Das Internet bietet heute die Möglichkeit, solche Berichte zu veröffentlichen.
Ich möchte hier einmal von frechem und unverschämtem Verhalten von Fahrgästen berichten.

Als eine Frechheit empfinde ich es, wenn Fahrgäste, ohne vom Taxi-Fahrer dazu ermuntert worden zu sein. ihre Ansicht zur Politik äußern.Sie erwarten scheinbar, daß der Fahrer selbstverständlich auch ihrer Ansicht ist. Die meisten Äußerungen der Fahrgäste kommen über das Nieau der "Blöd-Zeitung" nicht hinaus. Diese Fahrgäste bringen den Fahrer dann oft in einen Konflikt. Wenn der Fahrer nicht der gleichen Meinung ist, hilft er sich oft durch wortkarge Äußerungen, mit denen er dem Fahrgast zeigen möchte, daß er sich dazu nicht weiter äüßern möchte. Oft registrieren die Fahrgäste das garnicht. denn vorrangig wollen sie ihren Frust loswerden. Gelegentlich habe ich solchen Fahrgästen einmal erklärt, was sie da gerade machen. Ich habe sie gefragt, ob sie auch in einem guten Speise-Restaurant dem Kellner ihre politischen Ansichten auf die Nase binden würden. Ebenso wie sie vom Kellner respektvoll behandelt werden wollen - und sollen - , sollten die Fahrgäste solche Verbrüderung vermeiden. Ich versicherte dann diesen Fahrgästen, daß ich außerhalb dieses Autos sehr wohl in der Lage wäre, eine dezidierte Meinung abzugeben. Es wird aber kaum erfolgreich sein, bei diesen schlichten Gemütern noch Erziehungsarbeit zu leisten. Oberste Priorität ist, die Fahrt möglichst konfliktarm zu Ende zu bringen. Niemand kann mich jedoch hindern, mir eine Meinung über diese Kunden zu bilden.

... der Mann, der zum Innenmisterium wollte.

Ich bekam an einem Freitagvormittag den Auftrag, in einen Nachbarort zu fahren. Dort sollte ich etwa 45 Minuten später einen Mann abholen und diesen nach Düsseldorf in die City fahren. Ich wunderte mich zunächst über die lange Vorlaufzeit, dann auch, daß ich an meinem Standtort doch ziemlich weit von der Adresse des Fahrgastes entfernt war. Ebenso lag die Anschrift des Kunden doch sehr nahe an einer günstigen S-Bahn-Verbindung nach Düsseldorf. Telefonisch fragte ich bei der Funkerin nach, ob die S-Bahn-Verbindung defekt sei. Der Kollegin am Funk war der Kunde bekannt, denn sie hatte, als sie noch selbst Taxi fuhr, den Mann schon zum Landeskrankenhaus gefahren. Sie kannte ihn als schwierig und leicht aufbrausend. Deshalb hatte sie mich dorthin geschickt, weil sie mir zutraute, mit diesem schwierigen Kunden umgehen zu können.

Von ihr erfuhr ich dann auch, dass der Kunde zum Innenministerium wollte. Da ich ausreichend Zeit hatte, suchte ich im Navigationsgerät nach der Adresse des Innenministeriums. Wenn ich nicht weiß, ob Streckenkenntnisse beim Fahrgast vorhanden sind, will ich mich vorsorglich informieren. Pünktlich war ich an der Adresse des Fahrgastes. Nach ein paar Minuten Wartezeit erschien in der Haustüre ein Mann von gut fünfzig Jahren mit kräftiger Statur. Zu Sakko und Jeans trug er Sandalen mit Socken. Als Gepäck hat er nur einen Gitarrenkoffer. Sehr zurückhaltend fragte er, ob er noch eben in dem Café im selben Haus etwas erledigen könne. Während ich draussen auf der Strasse wartete, hörte ich von drinnen seine laute, aber unaufgeregte Stimme. Mich fragte er bald, ob er seinen Gitarrenkoffer im Fußraum des Beifahrersitzes zwischen seine Beine nehmen dürfe. Meinen Vorschlag, den Gitarrenkoffer auf dem Rücksitz unterzubringen, lehnte er kategorisch ab. Aber dann jedoch hatter er sich das wieder anders überlegt und befestigte selber den Gitarrenkoffer mit dem Sicherheitsgurt auf dem Rücksitz. Ich durfte den Gitarrenkoffer nicht anfassen, um zu helfen.

Scheinbar entspannt fuhren wir auf die nahe Autobahn. Als das unaufgeregte Gespräch bald bei den Ärzten angekommen war, schien plötzlich eine Lunte gezündet zu haben. Jetzt wurde der Mann, der in der jüngeren Vergangenheit im Gesundheitswesen selbständig war, sehr erregt. Er schimpfte über die Ärzte im Allgemeinen und einige namentlich genannte Fachärzte im Besonderen. Die Bewohner des Stadtteils, in dem er selbständig war, wurden von ihm vernichtend beurteilt. Ganz schlecht kam die Polizei weg. Ich konnte nur warten bis der Sturm vorüber war.

Im innerstädtischen Verkehr der Landeshauptstadt hatte mich mein Navi vom rechten Weg abgebracht. Zwischen meinem Navi und dem Fahrgast gab es eine deutliche Meinungsverschiedenheit. Da der Fahrgast scheinbar die Strecke kannte, schaltete ich das Navi aus und wollte mich von ihm führen lassen. Jetzt schmollte er. "Nein, ich sage jetzt nichts mehr !"  Nach einem kurzen Disput am Strassenrand hatte ich ihn wieder beruhigt und schaltete mein Navi erneut an. Durch die vorangegangene Desorientierung wurde die weitere Streckenführung in der Innenstadt etwas kompliziert. Ganz plötzlich wollte der Fahrgast die Fahrt beenden. Ich empfand ihn etwas erregt. Meine eigene Erregung wollte ich möglichst wenig nach Außen dringen lassen. Während ich ihm eine Quittung ausschrieb, fragte er nach meinem Namen und ob er, wenn er wieder eine Taxe benötigen würde, bei unsere Firma nach mir verlangen dürfe, denn ich hätte ihn sehr gut gefahren. Er nahm seinen Gitarrenkoffer vom Rücksitz und wir verabschiedeten uns freundlich. Jetzt konnte ich mich wieder entspannen. Wenn diese etwas anstrengende Fahrt so einen Verlauf nimmt und zu so einem Ende kommt, kann ich meine Arbeit nicht so schlecht gemacht haben. Aber was ist, wenn in diesem Gitarrenkoffer gar keine Gitarre drin gewesen ist?! Der Mann machte mir nicht den Eindruck, als wollte er den Beamten im Innenministerium lustige Lieder zur Laute singen! Ein fürchterlicher Gedanke drängte sich auf. Sollte diese Befürchtung sich bewahrheiten, ich hätte es mit meinen Fakten nicht verhindern können. Ich hätte nur noch "sachdienliche Hinweise" geben können. Hinterher ist man immer schlauer.

Ende unserer Dienstfahrten

Unvergesslich werden die vielen gemeinsamen Dienstfahrten mit diesem Amtsricher bleiben. Sein Ressort waren die amtlichen Betreuungsfälle. In der Regel führten uns Mittwochs unsere Fahrten zunächst zum Landeskrankenhaus nach Langenfeld. Anschliessend besuchte er je nach Erfordernis verschiedene Alten- und Pflege-Heime, aber auch Betreuungsfälle bei Privat-Adressen. Unsere gemeinsamen Fahrten begann er morgens gerne mit einem Witz. Wir haben gemeinsam viel gelacht und auch viele gute Gespräche gehabt. Er ist ist ein Jahr jünger als ich. Viele Berührungspunkte hatten wir gemeinsam. Zum Abschied hatte ich ihm in Kramer's Café ein Buch von Loriot geschenkt, den er sehr gerne zitierte. Zwei Monate später als ich ging auch er vorzeitig in Pension. Diese vielen schöne Fahrten vermisse ich sehr. Er freute sich immer, wenn ich ihm wieder neue "Schleichwege" durch das "Grüne" vorstellte, wie hier

meinen "Malerwinkel" an der Kohlsberger Strasse

Sekundenschlaf

Häufig wird von Unfällen mit Reisebussen, Schulbussen und dergleichen berichtet. Sehr schnell schiesst sich nach meiner Wahrnehmung die Presse auf den Fahrer ein. Da werden sehr schnell Vermutungen angestellt über nicht eingehaltene Ruhezeiten oder zu schnelles Fahren. Sehr schnell machen sich viele Pressevertreter zum Anwalt der Unfallopfer und zählen dabei den Fahrer nicht zu den Opfern. Aber das ist meine Wahrnehmung, vielleicht achten sie mal bei nächster Gelegenheit darauf, ob sie meine Sichtweise teilen können.

Welche eigenen Erfahrungen ich in dieser Richtung gemacht habe, davon möchte ich Ihnen hier berichten.

An einem Freitagmittag hatte ich einen technisch bedingten Aufenthalt an unserem Firmensitz in Solingen. Um 12 Uhr 30 fuhr ich mit meiner Taxe, einer Mercedes-Limousine, nach Düsseldorf, wo ich in einer Schule für Sehbehinderte vier Schülerinnen und Schüler abholen sollte, die ich dann zu ihren jeweiligen Wohnungen in Hilden, Solingen und Remscheid bringen sollte. Während der Fahrt nach Düsseldorf hatte ich noch meine Butterbrote verzehrt.

Diese Tour hatte ich schon oft gefahren. So verlief diese Fahrt zunächst nach dem üblichen Ritual. Diese Fahrgäste waren so zwischen zwölf und siebzehn Jahre alt. Jeder der Schüler gab sich wieder der eigenen Müdigkeit hin, geredet wurde nur wenig. Viele versuchten zu schlafen. Im nahen Hilden verließ der erste Schüler das Fahrzeug. Der nun hinten freigewordene Platz wurde sofort von den beiden Schülerinnen genutzt, um die bequeme Sitzposition weiter auszubauen. Gespräche entwickelten sich zwischen den Schülern und mir selten. An Gesprächen mit dem Fahrer schienen diese Schüler, wie viele andere Schüler auch, kein Interesse zu haben. Wer nicht schlief, hatte seinen Walkman in den Ohren. Egal welche Fahrgäste ich im Auto hatte, das Radio habe ich dabei nie angeschaltet gehabt. Ich bemerkte während dieser routinemäßig ablaufenden Fahrt, dass ich rasch zunehmend von einer starken Müdigkeit ergriffen wurde. Ich hoffte, dass mit jeder Fahrtunterbrechung, bei der ein Schüler das Auto verlassen würde und ich den Kofferraum öffnen würde, meine Müdigkeit verschwinden würde. Aber die Müdigkeit stieg nicht aus, sie wurde nur noch stärker. „Wenn ich gleich um etwa 14 Uhr 30 in Remscheid bin und dann der letzte Schüler ausgestiegen ist, dann werde ich erst einmal aussteigen und ein paar gymnastische Übungen machen und dabei ordentlich Sauerstoff aufnehmen“, nahm ich mir vor.


Warten auf den Schulschluss
an der Schule Gottlieb-Heinrich-Straße in Solingen

Die Strecke wurde mir immer länger. Am Ortsrand von Remscheid fuhr ich über eine leicht ansteigende Bundesstrasse mit ein paar Kurven. Hinter einer Kurve gab es eine 30 km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung wegen einer schon lange bestehenden Baustelle, zusätzlich noch eine Baustellenampel. Wie gewohnt kamen wir dort zum Stehen. Dann schaltete die Ampel auf Grün und dann erschrak ich fürchterlich, weil ich die Taxe vor die Hauswand einer Fabrik gefahren hatte.

Daß da einiges kaputtgegangen war, dass war sowieso klar. Der etwa 16jährige Schüler neben mir schien ausser einem grossen Schrecken keinen weiteren Schaden erlitten zu haben. Zwei Kilometer vor dem Ziel hatte mich die Müdigkeit überwältigt und es war zu einem „Sekundenschlaf“ gekommen. Zwischen der Baustellenampel und dem Fabrikgebäude, dass direkt an der Aussenseite dieser scharfen Linkskurve stand, lagen kaum 100m. Ich wusste wohl noch, dass ich bei Grün gestartet war, dann erlebte ich nur noch den ungebremsten Aufprall.

Sofort war natürlich eine ganze Anzahl von Personen am Unfallort, von denen einige fragten, wie das denn passieren konnte. Ich beschränkte mich auf das nicht Übersehbare. Auskunft würde ich nur der Polizei geben. Ich selbst hatte die Polizei mit meinem Handy gerufen. Die Polizeibeamten fragten natürlich, wie das denn passiert sei. Ehrlich und ohne Umschweife erklärte ich, dass ich total übermüdet sei und kurz eingeschlafen war. Wenn ich mich heute recht erinnere, dann hatte ich den Beamten auf deren Nachfrage hin berichtet, dass ich am Abend zuvor um elf Uhr ins Bett gegangen war und um 4 Uhr 45 nach einem guten Schlaf aufgestanden war. Alkohol hatte ich am Abend nicht getrunken. Völlig sachlich nahmen die Beamten das Unfallprotokoll auf. Überrascht war ich, dass die Beamten dem Auto noch zutrauten, wenn ich das zerbeulte Blech vom Vorderrad wegziehen würde, dass ich dann meinen Schüler noch nach Hause fahren könne. Auf meine Nachfrage hin hatte der Schüler nicht beobachtet, dass ich eingeschlafen war. Normalerweise geht der Blick des vorne sitzenden Schülers eher nach vorne oder zu rechten Seite, weniger zum Fahrer hin.

An dem Freitagnachmittag fühlte ich mich nicht mehr in der Lage, noch Taxi zu fahren, abgesehen davon, dass ich normalerweise jetzt meine Mittagspause gemacht hätte. Als ich die an der Front stark demolierte Mercedes-Limousine zur Firma zurückbrachte, fühlte ich mich nicht von Vorwürfen überhäuft. Der Senior-Chef, der die oberste Instanz in unserem Unternehmen darstellte, war nicht anwesend. Ein schreckliches Wochenende lag jetzt vor mir! Ich stellte mir vor, wie der Staatsanwalt in einem Gerichtsverfahren mich auseinandernehmen würde. Aber was hätte ich denn machen sollen! Ich konnte meine Schülerfahrt doch nicht unterwegs unterbrechen oder abbrechen. Ich musste doch den Auftrag erst einmal zu Ende bringen! Auf die Schüler warten doch die Eltern. Dabei hatte ich doch noch grosses Glück gehabt, dass das Auto geradeaus vor diese massive Hauswand fuhr und nicht in den Gegenverkehr hinein oder auf der linken Seite eine Böschung hinunter. Nur gut, dass dem Jungen nichts passiert ist und auch niemand anderes körperlich geschädigt wurde.

War der Samstag der „Tag des Staatsanwaltes“, so wurde der Sonntag zum „Tag der Gutachter“. Entlastende Momente wurden mir zunehmend bewusst. Der Zeitraum, in dem mich diese Müdigkeit überwältigte ist ein Zeitraum, zu dem bei vielen Menschen die Leistungskurve absinkt. Auf jeden Fall aber würde ich bald einen Arzt aufsuchen und mich untersuchen lassen, ob eine medizinische Ursache für diese Müdigkeit vorliegt. Nun lag aber noch der „Tag des Chefs“ vor mir. Erst am Nachmittag wurde ich zum Chef zitiert.

Der Chef zeigte sehr grosses Verständnis. Er kannte diese Müdigkeit und an eine medizinische Ursache glaubte er absolut nicht. Ein paar Tage später sollte ich einen mir bis dahin unbekannten Polizeibeamten anrufen. Dieser Beamte legte mir dringend nahe, einen Rechtsanwalt zu nehmen, denn wenn jemand wie ich, zu Protokoll gibt, dass er „total übermüdet“ ist, dann ist das gleichbedeutend, wie wenn ich unter Alkohol gefahren sei. Und er wollte nicht, dass jemand wie ich, der sich ehrlich und arglos zu dieser Müdigkeit bekannt hatte, stärker bestraft würde, als die Vielen, die er erlebte, die lügen bis sich die Balken biegen und dann ohne Strafe davonkommen.

Ehrlich schilderte ich auch dem Rechtsanwalt alles, was er zu meiner Entlastung vortragen konnte. Seine Arbeit trug auch Früchte. Ich habe jetzt nicht in alten Dokumenten nachgesucht, um mich an das Bußgeld zu erinnern, das die Staatsanwaltschaft verhängt hatte. Aber ich kann sagen, dass ich mich in dieser Angelegenheit von allen beteiligten Stellen fair behandelt gefühlt hatte.

Ob über diesen Unfall etwas in der Remscheider Tagespresse gestanden hat, das weiß ich nicht. Ich glaube aber, dass die Ursachen für viele Unfälle tatsächlich ganz anders aussehen, als es die Presse vielfach, und oft spekulativ, darstellt. Wenn nach einem spektakulären Busunfall der Busunternehmer beteuert, die Fahrer würden jährlich gesundheitlich geprüft, dann weiß ich, was ich von solchen Untersuchungen zu halten habe. Dann darf man das dem Unternehmer das vorrangige Interesse unterstellen, dass die Wahrnehmung seiner Aufsichtspflicht nicht angezweifelt wird und der Ruf seines Unternehmens nicht leidet.

Wer fragt denn danach, wie bei dem Fahrer die Qualität des Schlafs der vergangenen Nacht war?! Welche Gedanken oder Beschwerden haben denn den Schlaf des Fahrers beeinträchtigt?! Wenn eine Reisegesellschaft einen Bus gechartert hat, dann beginnt diese Reise oft schon in den frühen Morgenstunden, weil die Reisegesellschaft ja viel auf dem Programm hat und früh am Ziel sein will. Die Reisenden plagt in der Nacht vielleicht das Reisefieber und dem Fahrer raubt der Stress den Schlaf. Er muss ja auch viel früher an seinem Arbeitsplatz sein als die Reisenden ihr Haus verlassen. Wenn die erste Aufregung sich bei den Fahrgästen gelegt hat, dann holen diese während der Fahrt ihren Schlaf nach. Der Fahrer muss aber immer aufmerksam und konzentriert bleiben.


Dieser Beitrag hat sein Ziel erreicht, wenn einige der Leser dieses Artikels bei den Berichten über Reisebus- Schulbus- und Taxi-Unfällen ins Kalkül ziehen, dass die Wahrheit vielleicht doch etwas anders aussieht, als die öffentliche Berichterstattung.

Blitzmarathon

Diesen „Blitzmarathon“ kann ich als autofahrender Bürger und Wähler doch nur als eine Volksverdummung ansehen. Der NRW-Innenminister muß die Bürger und die Medien doch für blöd halten, wenn er glaubt, dass die Öffentlichkeit diese publikumswirksame, aber auch personalaufwändige Aktion nicht als PR-Maßnahme des Verkehrsministers entlarvt.
Auch diesen dritten „Blitzmarathon“ hat man vorher angekündigt, ja man nennt sogar die Kontrollpunkte. Das Ergebnis ist, dass die meisten Autofahrer heute mit erhöhter Aufmerksamkeit langsamer fahren. Diese Erhöhte Aufmerksamkeit gilt aber nicht der Verkehrssicherheit, vielmehr den Geschwindigkeitskontrollen. Heute reißt sich so mancher Autofahrer am Riemen, und ab Morgen ist wieder die Luft rein.

Um nicht falsch verstanden zu werden, ich bin nicht gegen Geschwindigkeitskontrollen, aber sie sollten ohne zeitliche und örtliche Ankündigung und permanent durchgeführt werden. Ich bin auch gegen Radarwarnungen von Radiosendern und Zeitungen!

In NRW messen während des 24-stündigen „Blitzmarathons“ tausende Beamte mit noch mehr Überstunden an 3300 Kontrollpunkten und erzielen dabei ein relativ mageres Ergebnis, denn die Autofahrer sind ja für einen Tag auf die Kontrollen konzentriert. Ausländische Autofahrer, die die zahlreichen Warnungen in den Medien nicht mitbekommen haben, werden dann vorrangig erwischt. Dann gibt es noch ein paar Unbelehrbare, diese könnte man aber auch mit weniger aufwändigen Aktionen erwischen. In der übrigen Zeit fehlt wieder das Personal zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit.

Mit dem Taxi nach Amsterdam

Es ist schon einige Jahre her, damals fuhr ich noch für die Taxi-Zentrale. Morgens um viertel nach sechs wartete ich am Taxi-Halteplatz "Theater" auf meinen ersten Auftrag. Bald wurde ich per Funk zu einer uns bekannten Adresse in Solingen-Gräfrath geschickt. Von dem kleinen Häuschen hatte ich schon mehrfach eine alte Dame gefahren, einmal in Begleitung ihres (vermutlich) Sohnes. Als ich an der Haustüre klingelte, rief eine männliche Stimme, daß er gleich kommen würde. Bald stieg ein untersetzter Mann von ungefähr fünfzig Jahren im grauen Jogging-Anzug ein. Seine Bewegung war nicht so dynamisch, wie sein Jogging-Anzug vermuten lassen könnte. Die fast schulterlangen Haare schienen noch von der Dusche feucht zu sein. Bevor er neben mir Platz nahm, steckte er zwei pralle Brieftaschen zwischen Armaturenbrett und Windschutzscheibe.
"Fahren sie mich zum jüdischen Hospital nach Amsterdam", wie selbstverständlich nannte er knapp sein Fahrtziel. Innerlich haute es mich vom Stuhl! Solch ein spektakulärer Auftrag traf mich völlig unvorbereitet. Die Strecke nach Amsterdam schätzte ich auf etwa 350 Kilometer. "Und es kann sein, daß ich unterwegs bewußtlos werde" bereitete er mich auf mögliche Zwischenfälle vor. Als ehemaligen Sanitäter bei der Bundeswehr machte mich diese Ankündigung nicht nervös, ich empfand es als hilfreich dies vorher zu erfahren. Auf schlechten Strecken sollte ich bitte langsam fahren". "Haben Sie Probleme mit dem Rücken" fragte ich ihn. Mit wenigen Worten antwortete er, er habe eine Kanüle in den Nackenwirbeln. Bald waren wir auf der Autobahn zum Hildener Kreuz, wo ich dann auf die A3 in Richtung Oberhausen und weiter Richtung Arnheim in den Niederlanden wechseln würde. Herr B. schien bald seinen Schlaf im Auto fortsetzen zu wollen. So entwickelte sich kein Gespräch.
Viele Fragen schossen mir durch den Kopf. "Rechnen unsere Krankenkassen mit einem Krankenhaus in Holland ab? Hätte ich ihn nach einem Transportschein fragen sollen? Sein selbstverständliches Auftreten ließ den Eindruck aufkommen, als sei er nicht zum ersten Mal dorthin unterwegs. Hätte ich erst eine Anzahlung fordern müssen? Ich wußte von keinem vergleichbaren Fall, wo das Krankenhaus im Ausland gelegen hätte. Mobiltelefone waren damals nur ganz selten. Ich empfand mich ziemlich hilflos dieser Situation ausgeliefert. Von einer Nachfrage über Funk versprach ich mir auch nichts, denn vom Funkpersonal bei der Zentrale erwartete ich keine hilfreichen Antworten und auch wollte ich keine anderen Taxi-Fahrer oder -Unternehmer auf diese spektakuläre Fahrt aufmerksam machen. Neid und Mißgunst waren dort sehr stark verbreitet, also auch von dort versprach ich mir keine Hilfe. Während mein Herr B. schlief - oder war er etwa bewußtlos? - beruhigte ich mich immerwieder damit, daß ein Schwerkranker wohl nicht betrügen würde. Bei schlechten Fahrbahnoberflächen fuhr ich sehr vorsichtig. Die Haltung des Herrn B. war nicht zu einem Gespräch ermutigend.
Der Verkehr auf der Autobahn in Holland war nur sehr gering. Nun forderte Herr B., ich solle schneller fahren. Ich verwies auf die in den Niederlanden geltende generelle Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h. Murrend ging er wieder in seine Ruhestellung zurück. Als wir uns Amsterdam näherten, fragte ich ihn, welche Abfahrt wir nehmen sollten, denn eine Stadt wie Amsterdam, würde sicher mehr als eine Abfahrt haben. Die nächste Abfahrt sollte ich nehmen. Ich wunderte mich, denn das machte mir den Eindruck, daß er sich nicht auskennen würde. Im Stadtgebiet, an einer breiten Hauptverkehrsstraße, sollte ich eine Passantin nach dem Weg fragen. Besonders auch in fremdsprachigem Ausland werde ich auf diese Weise nicht nach dem Weg fragen. Bald fuhr ich an den Straßenrand, stieg aus und fragte eine junge Frau nach dem Weg zum jüdischen Hospital in Amsterdam. Sie kannte aber nur ein jüdisches Hospital im zehn Kilometer entfernten Amstelfeen. Da schien sich mein Fahrgast aber garnicht gut auszukennen. Ich schlug die beschriebene Fahrtrichtung nach Amstelfeen ein. Die Beschreibung der jungen Frau deckte sich mit den Wegmarken, die ich vorfand. Jetzt war die Ruhe des Herrn B. vorbei. Obwohl ich mich auf dem richtigen Weg sah, forderte er immerwieder, ich solle noch einmal nach dem Weg fragen. Ich versuchte ihn zu beruhigen, wir seien auf dem richtigen Weg. Bald sah ich auch den Hinweis auf das gesuchte Hospital.
Heute, viele Jahre danach, kann ich nicht mehr die Beweggründe jedes meiner Schritte nachvollziehen, aber ich begleitete den Herrn B., der als Gepäck nur seine beiden Brieftaschen mit sich führte, zum Empfangsbereich in diesem Hospital. Dort zeigte man sich eher irritiert, denn mit seinem Namen wußte man dort nichts anzufangen. Einen Termin schien er nicht zu haben. Jetzt entnahm er seinen Brieftaschen ein Euro-Scheck-Formular und trug den Betrag von 549 DM ein. Korrekt ausgefüllte Euro-Schecks waren nur bis zur Höhe von 400 DM garantiert. Wenn er schon keinen weiteren Scheck in Höhe von 149 DM ausfüllte, fragte ich ihn dann doch nach seiner Euro-Scheck-Karte. Ungehalten zog er aus seinen Brieftaschen das Blatt seines Geldinstitutes hervor, auf dem auf undurchsichtigem Papier dem Konto-Inhaber die vierstellige Geheimzahl mitgeteilt wurde. Verblüfft wandte ich ein: "Aber das ist doch Ihre Geheimzahl!" Unwirsch antwortete er: "Was anderes habe ich nicht!" Ich verschwandt sofort mit dem Scheck, um meine Rückfahrt anzutreten und baldmöglichst diesen Scheck bei seiner Bank in Solingen vorzulegen.

wieder in Solingen

Noch bevor die Bankfilialen zur Mittagszeit ihre Türen schlossen, legte ich meinen Scheck in der Ohligser Filiale vor. Natürlich war ich nicht überrascht, daß die Angestellte hier erst einmal mit der Hauptstelle in Solingen-Mitte telefonieren mußte. Während des Telefonats hörte ich sie sagen: "das ist dann schon der Dritte". Das klang ja vielversprechend! Jetzt mußte ich mit meinem Scheck nach Solingen, wo ich bei der Hauptstelle dieser Bank den Scheck vorlegen sollte. Dort erfuhr ich auch, daß der Herr B. zwei Tage zuvor mit einem Kollegen zu einem Krankenhaus nach Würzburg gefahren ist und wieder zurück. Dem hatte er also auch schon zwei ungedeckte Schecks ausgestellt. Was heißt hier ungedeckt?! - das Konto existierte garnicht mehr. Man hörte sich aufmerksam meine Geschichte an und setzte einen Stempel auf die Rückseite des Scheckformulars "Nicht ausgezahlt". Mir blieb jetzt nur als nächsten Schritt die Strassenseite zu wechseln. Dort ist das Gebäude des Polizei-Kommissariats Solingen. Bei der Kriminalpolizei schilderte ich den Fall und erstattete Anzeige wegen Scheckbetrug. Der andere Kollege hatte noch keine Anzeige erstattet, obwohl er um 900DM geprellt wurde.

"Aus Schaden wird man klug"

Am Nachmittag suchte ich das Wohnhaus des Herrn B. in Solingen-Gräfrath auf. Möglicherweise war der Herr B. schon wieder mit einer holländischen Taxe auf ähnliche Weise wieder zu Hause. Seine Mutter, eine dreiundsiebzig Jahre alte Frau öffnete die Türe. Sie zeigte sich allerdings etwas erstaunt über die Schilderung ihres schwerkranken Sohnes. Ihr Sohn sei zwar krank, denn er hätte vor einigen Jahren einen schweren Unfall gehabt, der ihn völlig aus der Bahn geworfen hätte. Dabei hätte er als studierte Jurist in einem namhaften Konzern eine so vielversprechende Laufbahn vor sich gehabt. Inständig bat die wackere Frau mich, die Anzeige zurückzuziehen. "Nicht bevor ich mein Geld in den Händen habe", antwortete ich kompromißlos. Sie versprach binnen drei Wochen wollte sie dieses Geld beschaffen. Die arme Frau konnte einem leidtuen. Daß ihr Sohn studierter Jurist ist, das war nur umsoschlimmer. Er hatte hier den Schwerkranken vorgetäuscht, unsere Leistung in Anspruch genommen und uns dann reingelegt. Ich hatte an diesem Tag gelernt, daß auch - scheinbar - schwerkranke betrügen können. Und ich hätte Vorkasse verlangen sollen, aber aus Erfahrung oder aus Schaden wird man klug.
Ob daraus für mich ein Schaden werden würde, das sollte sich noch herausstellen. Natürlich sorgten diese Betrugsfälle für ausreichend Gesprächsstoff bei den Fahrern und Unternehmern der Taxi-Zentrale. Für mich war es ganz klar, daß ich diese Sache - ganz egal wie sie ausgehen würde - alleine durchfechten würde. Bei selbstkritischer Betrachtung mußte ich mir den Vorwurf gefallen lassen, daß ich mich nicht vorher durch Vorkasse oder Transportschein abgesichert hatte. Aber inzwischen war ich auch etwas klüger geworden. Wer der andere Kollege war, der auf der Fahrt nach Würzburg reingelegt wurde, habe ich nie erfahren. Ich habe auch nicht nachgeforscht. Warum der Kollege nicht sofort Anzeige erstattet hatte ist mir unklar. Nach Lage der Dinge stand für mich fest, auch wenn ich das Geld rechtzeitig erhalten sollte, würde ich die Anzeige nicht zurückziehen, denn bei ihm als studiertem Juristen durfte ich wohl genügend Unrechtsbewußtsein unterstellen, daß er wußte was er tat.

Fast drei Wochen nach meiner Fahrt nach Amsterdam konnte ich mir das Geldabholen. Seine Mutter händigte mir den Betrag aus. Vielleicht war es auch besser so, daß ich ihn nicht zu Gesicht bekam. Noch am selben Vormittag bin ich zur Kriminalpolizei und habe dort mitgeteilt, daß ich den strittigen Betrag jetzt bekommen hätte. Auch wenn die Mutter mich darum gebeten hatte, wollte ich aber aus den bereits obengenannten Gründen die Anzeige nicht zurückziehen. "Das ist ja noch die Frage, ob der Staatsanwalt das überhaupt mitmachen würde" meinte der Kriminalbeamte.
Einige Wochen später erhielt ich einen Brief von der Staatsanwaltschaft Wuppertal, worin mir mitgeteilt wurde, daß das Verfahren gegen Herrn B. eingestellt worden wäre, wegen "Zweifel an dessen Schuldfähigkeit und Mangel an öffentlichem Interesse". Solch eine Erfahrung hat sich bei mir nicht wiederholt. Deutlichere Zweifel an der Schuldfähigkeit habe ich schon bei vielen Fahrgästen gehabt, jedoch hielt sich das finanzielle Risiko in engeren Grenzen. Den Mangel an öffentlichem Interesse kann ich nicht so richtig nach vollziehen.

Weitere Berichte werden noch folgen.
Einige Text-Dateien im WPS-Format kann ich leider noch nicht öffnen. Sonst hätte ich noch eine ganze Reihe von interessanten Berichten, die ich hier noch einmal veröffentlichen könnte. Ich danke Ihnen für Ihr interesse!

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Letzte Aktualisierung am 04.05.2018